Das Allgäu ist eine Region voller Superlative – von Natur- und geografischen Rekorden bis hin zu einzigartigen kulturellen und touristischen Highlights. Hier stellen wir die bemerkenswertesten Superlative im Allgäu vor. Für jedes dieser „Rekorde“ nennen wir den Namen und Ort, die Art des Superlativs, geben eine kurze Beschreibung mit Hintergrundinfos sowie Besonderheiten und nennen, falls vorhanden, die offizielle Website und Besuchsmöglichkeiten (Öffnungszeiten etc.). Lass du dich inspirieren von den spannendsten Allgäu Superlativen – informativ, inspirierend und freundlich erklärt.
Deutschlands längste Sommerrodelbahn – Alpsee Coaster (Immenstadt im Allgäu)
Der Alpsee Coaster bei Immenstadt (Alpsee Bergwelt) ist mit 2,8 km Länge die längste Ganzjahres-Sommerrodelbahn Deutschlands. Auf Schienen geht es in Schlitten rasant bergab durch Wälder und Wiesen – über 100 Kurven, Wellen und Sprünge sorgen für Nervenkitzel. Die Talfahrt kann individuell gesteuert werden und erreicht bis zu 40 km/h Höchstgeschwindigkeit. Ein besonderes Plus: Diese Rodelbahn ist ganzjährig in Betrieb, sogar bei Regen (es werden Regenponchos angeboten), und im Winter gibt es zusätzlich Natur-Schlittenbahnen. Unten angekommen möchte man am liebsten sofort nochmal hochfahren – Spaß für die ganze Familie ist garantiert.
- Offizielle Website: Alpsee Bergwelt – Alpsee Coaster
- Besuchsmöglichkeiten: Täglich geöffnet von ca. 10:00 bis 17:00 Uhr (je nach Saison und Witterung). Der Betrieb läuft ganzjährig; im Winter bei Schnee können alternativ die Naturrodelbahnen genutzt werden. Die Bergfahrt zur Rodelbahn erfolgt mit einem Sessellift (zu den gleichen Öffnungszeiten).
Wärmstes Moorbad – Moorbad Oberstdorf (Oberallgäu)

Das Moorbad Oberstdorf südlich von Oberstdorf gilt als eines der wärmsten Naturfreibäder der Region. Sein Wasser stammt aus einem Moorweiher und kann sich durch die dunkle Moorfärbung an sonnigen Tagen auf bis zu 26 °C erwärmen – deutlich wärmer als viele Bergseen. Damit das Wasser nicht zu warm wird und das Ökosystem des Beckens leidet, wird es kontrolliert mit kühlerem Flusswasser gemischt. Die Badeanlage existiert bereits seit über 100 Jahren: 1883 wurde das erste Bad gebaut, 1929 die heutigen denkmalgeschützten Holzgebäude errichtet. Als einziges Freibad in Schwaben unter Denkmalschutz strahlt es nostalgischen Charme aus. Trotzdem ist es ein familienfreundliches Naturbad mit Nichtschwimmerbereich, Kinderbecken, Spielplatz und viel Liegewiese. Das Moorwasser ist nicht gechlort und soll sogar der Gesundheit guttun – viele Badegäste schwören auf die wohltuende Wirkung für Haut und Gelenke.
- Offizielle Website: Moorbad Oberstdorf – Tourismus Oberstdorf
- Besuchsmöglichkeiten: Das Moorbad ist im Sommer täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet (bei trockener Witterung), etwa von Mai bis Oktober. Es liegt idyllisch am Fuße des Trettachtals und ist nur zu Fuß erreichbar – ein rund 15-minütiger Spaziergang ab der Talstation der Nebelhornbahn führt dorthin. Eintritt wird erhoben (Erwachsene ca. 6 €, Ermäßigung mit Gästekarte).
Deutschlands höchstgelegenes Dorf – Oberjoch (Bad Hindelang, Oberallgäu)
Oberjoch ist Deutschlands höchstgelegenes Bergdorf. Es liegt auf einem sonnigen Hochplateau in den Allgäuer Alpen auf rund 1.136 m Höhe. Das Dorf gehört zur Gemeinde Bad Hindelang und hat ca. 400 Einwohner. Berühmt ist bereits die Anfahrt: Über den Jochpass windet sich eine der schönsten und kurvenreichsten Passstraßen Deutschlands mit 107 Kurven hinauf nach Oberjoch. Oben erwartet den Besucher kristallklare Bergluft (kaum Pollen und Feinstaub) und ein herrliches Panorama.
Oberjoch ist sowohl im Winter als auch im Sommer ein Paradies: Als Wintersportort bietet es ein ausgezeichnetes Familienskigebiet mit hoher Schneesicherheit. Im Sommer ist es ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen, Bergtouren und Klettersteige in den Allgäuer Hochalpen. Dank der Höhenlage ist das Klima allergikerfreundlich und sehr erholsam. Wer das höchstgelegene Dorf Deutschlands besucht, kann also zu jeder Jahreszeit die alpine Natur in vollen Zügen genießen.
- Offizielle Website: Oberjoch – Bad Hindelang Tourismus
- Besuchsmöglichkeiten: Das Bergdorf ist ganzjährig frei zugänglich. Im Winter (Dezember–März) locken Lifte und Pisten täglich (je nach Schneelage), im Sommer sind Bergbahnen und Wanderwege von Mai bis Oktober in Betrieb. Gastronomie und touristische Einrichtungen vor Ort haben saisonale Öffnungszeiten (siehe Website). Eine Fahrt über die Jochpass-Panoramastraße lohnt sich bei Tageslicht – zahlreiche Parkplätze im Ort ermöglichen Zwischenstopps für Aussicht und Spaziergänge.
Älteste Kirche im Allgäu – Wallfahrtskirche Rötsee (Kißlegg, Westallgäu)
Die Wallfahrtskirche Mariä Geburt Rötsee bei Kißlegg ist die älteste Kapelle des Allgäus – über 1000 Jahre soll dieser abgelegene Gebetsort bereits bestehen. Abgeschieden mitten in einer Moorlandschaft gelegen, umgibt die kleine Kapelle eine mystische Aura. Der Legende nach ist hier der Gründer der Kirche begraben, und bis heute pilgern Menschen aus der Region zu diesem besonderen Ort. Im Inneren finden sich barocke Deckenmalereien, darunter der berühmte „Teufel von Rötsee“, die an lokale Sagen erinnern. Ein kunsthistorischer Schatz ist die Madonnafigur aus der Ulmer Schule des Bildhauers Hans Multscher (15. Jh.).
Trotz ihrer Abgeschiedenheit ist die Rötsee-Kapelle lebendig: Ganzjährig finden hier Wallfahrten, Gottesdienste und kulturelle Veranstaltungen statt. Besucher können die Kapelle ebenfalls nahezu jederzeit aufsuchen – der Rückraum der Kirche ist immer geöffnet für Gebet und Besichtigung. Eine Moorwanderung in der Umgebung macht den Ausflug zusätzlich reizvoll.
- Offizielle Website: Informationen zur Rötsee-Kapelle finden sich auf der Seite der Seelsorgeeinheit Kißlegg (Diözese Rottenburg-Stuttgart). Kirche Allgäu – Wallfahrtskirche Rötsee
- Besuchsmöglichkeiten: Die Kapelle (Adresse: Rötsee 2, 88353 Kißlegg) ist ganzjährig frei zugänglich. Besonders empfehlenswert sind die jährlichen Wallfahrtstage (Termine siehe Website/Presse) oder ein stiller Besuch an einem frühen Morgen, um die Stimmung des Moors zu erleben. Eintritt wird keiner erhoben; Spenden für den Erhalt sind möglich.
Spektakulärste Panoramabahn – Nebelhornbahn (Oberstdorf)
Blick auf die Nebelhornbahn oberhalb Oberstdorf – die Gipfelstation (2.224 m) eröffnet das berühmte „400-Gipfel-Panorama“.
In Oberstdorf befindet sich die Nebelhornbahn, die zu den spektakulärsten Panoramaseilbahnen der Alpen zählt. Sie erschließt das Nebelhorn (2.224 m), den höchsten Aussichtsgipfel im Allgäu. Von der Bergstation aus genießt man einen Rundumblick auf über 400 Alpengipfel – ein Panorama, das seinesgleichen suc. An klaren Tagen reicht die Sicht vom Allgäu über Tirol bis weit in die Schweiz. Die erste Nebelhornbahn wurde bereits 1930 erbaut; heute befördern moderne Kabinen die Gäste in drei Sektionen hinauf.
Neben dem Panorama hält das Nebelhorn weitere Rekorde bereit: Im Winter gilt das Skigebiet Nebelhorn als das höchste im Allgäu und bietet mit 7,5 km die längste Talabfahrt Deutschlands – ein Traum für Skifahrer. Im Sommer starten zahlreiche Höhenwanderungen und Klettersteige an der Bergstation. Auch ein Besuch im neuen Gipfelrestaurant oder auf dem Nordwandsteig (Aussichtsplattform) lohnt sich. Die Nebelhornbahn ist somit ein Erlebnisberg für jede Jahreszeit, der vor allem durch sein einmaliges Panorama in Erinnerung bleibt.
- Offizielle Website: Nebelhornbahn – Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen
- Besuchsmöglichkeiten: Sommerbetrieb meist von Mai bis Anfang November, Winterbetrieb von Mitte Dezember bis Ostern; in diesen Zeiten täglich geöffnet (erste Bergfahrt ca. 8:30 Uhr, letzte Talfahrt gegen 16:00–16:30 Uhr – genaue Zeiten je nach Saison). Zwischensaisonal findet Wartung statt (Bahn geschlossen, Details auf Website). Tickets sind als Berg- und Talfahrt oder Tagestickets erhältlich; mit der Gästekarte Oberstdorf sind bestimmte Vergünstigungen möglich.
Teuerste Luxusherberge – Sonnenalp Resort (Ofterschwang, Oberallgäu)
Die Sonnenalp in Ofterschwang ist ein 5-Sterne-Luxusresort der Superlative – und gilt als eine der teuersten Hoteladressen im Allgäu. In diesem exklusiven Haus fehlt es den Gästen an nichts. Die Preise pro Nacht sind entsprechend hoch: Ein Doppelzimmer kostet je nach Kategorie etwa 590 bis 840 € (Comfort bis Premium), Suiten und Chalets liegen teils noch deutlich höher (Alpen-Chalet ab ~950 €). Für diese stattlichen Preise bekommen Urlauber jedoch ein Rundum-sorglos-Paket geboten: Gourmet-Halbpension mit riesigem Frühstücksbuffet und abendlichem 6-Gänge-Menü in mehreren Restaurants, dazu Nutzung der einmaligen Wellnesslandschaft und zahlreiche Inklusiv-Aktivitäten.
Das familiengeführte Hotel besteht bereits seit über 100 Jahren und wird in 4. Generation betrieben. Im Laufe der Zeit wuchs die Sonnenalp zu einem kleinen Ferienparadies: Die Wellness-Welt erstreckt sich über unglaubliche 20.000 m² mit mehreren Pools (Innen- und Außenbecken), Saunen, einem Natur-Bergsee, Ruhebereichen sowie einem „Quellengarten“ für Familien und einem exklusiven Adults-only Spa. Golfspieler finden direkt drei hauseigene Golfplätze vor, denn das Resort zählt zu den führenden Golfhotels in Europa. Im Winter können Gäste Ski fahren (Skigebiet Ofterschwang), im Sommer wandern oder reiten – die Sonnenalp bietet für nahezu jeden Wunsch das Passende, stets auf höchstem Niveau. Kurz: Luxus pur im Allgäu, den sich nur wenige leisten – aber viele einmal träumen möchten.
- Offizielle Website: Sonnenalp Resort Allgäu
- Besuchsmöglichkeiten: Das Hotel steht ganzjährig für Übernachtungsgäste zur Verfügung (eine frühzeitige Reservierung ist ratsam, insbesondere in Ferienzeiten). Tagesgäste ohne Übernachtung sind in den Restaurants, im Sonnenalp Spa (mit Day-Spa-Angeboten) oder auf dem Golfplatz willkommen, sollten aber vorab buchen. Tipp: Auch wer nicht Hotelgast ist, kann etwa im Winter an der hauseigenen Skiliftanlage Sonnenalp Ski fahren oder im Sommer das Parkgelände bei Veranstaltungen erleben.
Quellen: badhindelang.de, bw24.de, ok-bergbahnen.com, skiresort.de, oberstdorf.de
